Preise

HIV-Community-Preis

Verliehen von: Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG), Deutsche AIDS-Hilfe (DAH), Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) und Janssen Cilag GmbH haben gemeinsam den HIV-Community-Preis ins Leben gerufen.

Für: Wegweisende Projekte, die vor Ort die persönlichen Lebensumstände von Menschen mit HIV verbessern. Der HIV-Commmunity-Preis würdigt kreative und zukunftsweisende Ansätze – von der Community für die Community.

Wann: 24. Juni 2015, DÖAK 2015

Dotation: 12.000 Euro, 2 Preisträger jeweils 6.000 Euro

Preisträger:

HIVCENTER der JW Goethe-Universität Frankfurt, Projekt: Helping Hand
„Helping Hand“: Ein zunehmend großer Teil der Patienten kommt aus außereuropäischen Ländern und hat oft sehr vage oder unrichtige Vorstellungen über HIV/AIDS und die aktuellen Therapiemöglichkeiten. Die Vermittlung von Informationen zu HIV/AIDS, den Übertragungswegen, den Besonderheiten der medikamentösen Therapie, aber auch die Beratung über ihre Rechte im deutschen Sozialsystem bilden deshalb einen Arbeitsschwerpunkt. Bei “Helping Hand” werden die Teilnehmer zu Experten, die selbst Patienten begleiten können. Sie kennen ihre eigene Sprache und Kultur, und sie kennen aus Erfahrung die Fragen und Probleme, die im Umgang mit der Krankheit entstehen können. Sie sind in der Lage, Patienten „die Hand zu reichen“ und ihnen damit anzubieten, sie ein entscheidendes Stück auf deren Weg in unsere Gesellschaft zu begleiten und sie mit ihr und ihren Einrichtungen vertraut zu machen.

JES Bundesverband e.V.: Kontaktladen VISION e.V
JES Bundesverband e.V., Projekt: Kontaktladen VISION e.V.: Seit 25 Jahren setzt sich Kontaktladen VISION e.V. für die Belange von Menschen ein, die Drogen konsumieren oder substituiert werden, mit HIV/HCV infiziert sind oder deren Status ungetestet ist. ES ist akzeptierende Drogenselbsthilfe. Die Menschen, die hier zusammenarbeiten, verdeutlichen, dass sie sich flexibel in den Lebensmustern von Junkies, Ehemaligen und Substituierten bewegen und sich in unterschiedlichen Settings für die Interessen und Grundbedürfnisse von Drogengebrauchern einsetzen. Das gemeinsame Ziel: gesellschaftliche Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen auch mit Drogen menschenwürdig leben können, ohne Stigmatisierung, Ausgrenzung, Strafverfolgung und Benachteiligung.
Laudatoren für die Jury: Manfred Müller und Marcel Dams


Heinz Ansmann Preis für AIDS Forschung

Verliehen von: Heinz-Ansmann-Stiftung Düsseldorf, Kuratorium

Laudator: Prof. Dr. Dieter Häussinger für das Kuratorium der Stiftung

Für: Herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der HIV-/ AIDS-Forschung

Wann: 24. Juni 2015, Kongresseröffnung DÖAK 2015

Dotation: 15.000 Euro

Preisträger, Funktion, Ort: Prof. Dr. Marcus Altfeld, Leiter der Abteilung Virusimmunologie am  Heinrich Pette Institut, Leibniz Institut für Experimentelle Virologie, Hamburg

Ausgezeichneter Beitrag: Prof. Altfeld erhält den Heinz-Ansmann Preis für AIDS Forschung in Anerkennung seiner grundlegenden Arbeiten zur Bedeutung des angeborenen und adaptiven Immunsystems bei der HIV Infektion. Bei seinen Arbeiten geht es um die Frage wie es zur Immun-Aktivierung in der primären HIV Infektion kommt und wie HIV in der frühen und folgenden Phase der Infektion kontrolliert wird. Im Zentrum der Forschungsarbeiten standen dabei nicht nur die Mechanismen der Erkennung der HIV RNA über Toll-like Rezeptoren und gender-spezifische Unterschiede der HIV Kontrolle, sondern auch die Bedeutung der sog. natural killer cells.

Weitere Information: www.hpi-hamburg.de/de/forschungseinheiten/abteilungen/virus-immunologie/

Kuratorium: Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Anja Steinbeck, Gesellschaft der Freunde und Förderer der HHU, Dörrenberg, Dr. Achim Ansmann, Herr Niederste Ostholt, Prof Dr. Gerhard Strohmeyer)


Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung

Verliehen von: Deutsche AIDS-Stiftung, Förderer: vfa – die forschenden Pharmaunternehmen, Gilead Pharma

Für: Journalistische und mediale Beiträge zum Thema HIV/AIDS aus den Jahren 2013 und 2014 in deutscher Sprache

Wann: 24. Juni, DÖAK 2015

Dotation: insgesamt 15.000 Euro

Laudationes: Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin vfa, Prof. Dr. Elisabeth Pott, Vorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung

Preisträger: Die Jury hat in diesem Jahr insgesamt sechs Preise vergeben.

Ausgezeichnete Beiträge:

  • Hörfunkbeitrag „Der AIDS-Schreck ist zurück – in Uganda steigt die HIV Infektionsrate wieder an“ von Franziska Badenschier, Deutschlandfunk, 11.5.2014
  • Print: „Das Ende der Angst“ von Luise Strothmann und Jörg Schmid, Sonntaz, Juli 2014
  • Bildband „Positive Pictures. A Gay History“ von Paul Schulz, Christian Lütjens im Bruno Gmünder Verlag erschienen

Sonderehrungen:

  • Zeitschrift „DHIVA – Zeitschrift für Frauen zu Sexualität und Gesundheit“, stellv. für die Autoren an Harriet Langanke
  • Videocast www.gehoerlosen-aids-info.de zur HIV /STI-Prävention für schwule gehörlose und schwer hörende Männer
  • Medienpreis Junior: „Junge Liebe anders“, 1. Deutsche Web-Serie vom „Team Julian“, 3. Staffel, Jugendzentrum anyway, Köln

https://aids-stiftung.de/infos-%C3%BCber-die-stiftung/medienpreis/medienpreisverleihung-2013-2014


Deutscher AIDS-Preis der DAIG

Verliehen: Deutsche AIDS Gesellschaft (DAIG e.V.), vom Präsidenten der Deutschen AIDS-Gesellschaft, Prof. Georg Behrens, überreicht

Für: Arbeiten, die grundlegend neue Erkenntnisse hervorbringen und somit das Verständnis der Erkrankung oder ihrer Therapie verbessern.

Wann: 26. Juni 2015

Dotation: 10.000 Euro

Preisträger: Dr. Florian Klein, Medizinische Klinik des Universitätsklinikums Köln.
Prof. Klein hat in Köln Medizin studiert und von 2009 bis 2015 an der Rockefeller Universität in New York in der Arbeitsgruppe von Prof. Michel Nussenzweig gearbeitet. Im Frühjahr 2015 kehrte er auf eine Heisenberg-Professur an die Universität Köln zurück und ist u.a. im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung tätig.

Ausgezeichnete Arbeit: Die internationale Jury lobte die wegweisenden Arbeiten von Prof. Klein auf dem Gebiet der Charakterisierung und Anwendung breit neutralisierender Antikörper gegen HIV. Die wissenschaftlichen Arbeiten hätten große Bedeutung für die Impfstoffentwicklung und innovative Therapien zur Heilung von HIV. Beispielhaft sei die rasche Translation von grundlagen-wissenschaftlicher Forschung in erste klinische Anwendungen.


Deutscher AIDS-Preis der DGI

Verliehen von: Deutsche Gesellschaft für Infektiologie

Wann: 25. Juni 2015

Dotation: 10.000 Euro

Preisträger: Prof. Dr. Jonel Trebicka, Medizinische Klinik und Poliklinik I, Universitätsklinikum Bonn

Ausgezeichnete Arbeit: „Circulating MicroRNAs as a marker for liver injury in human immunodeficiency virus patients“

Weitere Information: Diese Arbeit konnte erstmals den Zusammenhang der zirkulierenden miRNA mit dem Ausmaß des Leberschadens bei Patienten mit einer HIV-Infektion beschreiben.

In Vorarbeiten konnte gezeigt werden, dass in der HCV-induzierten Leberfibrose die Spiegel von miR-122 mit dem Fortschreiten der Fibrose sinken. Die Ausschüttung von miR-122 könnte daher akute und chronische Lebererkrankungen darstellen, dient jedoch nicht als alleiniger Marker zur Interpretation des Grades der Fibrose (Trebicka et al. 2013, Journal of Hepatology). In dem nun Daraufhin konnte bei Analysen von 768 verschiedenen miRNAs (mittels Array-Card) bei HIV/HCV-Koinfizierten Patienten eine Erhöhung der miRNAs miR-122, miR-22 und miR-34a gezeigtwerden. miR-122 zeigte sich dabei als unabhängiger Prädiktor relevanter Fibrose bei HIV-Patienten. Diese miRNAs korrelierten mit der Ätiologie der Leberschädigung bei HIV-Patienten und bewehren sich als unabhängige Prädiktoren der Leberschädigung bei HIV-Patienten.


Nachwuchsforschungspreise 2015 der DAIG

Verliehen von: Deutsche AIDS-Gesellschaft

Für: Forschungsvorhaben aus dem gesamten Bereich HIV/AIDS für Nachwuchsforscherinnen und –forscher bis zu 35 Jahren

Wann: 27. Juni, Abschlussveranstaltung DÖAK 2015

Dotation: je 3.000 Euro

Preisträgerin: Dr. Ulrike Mock, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, (jetzt University College, London)
Ausgezeichnetes Projekt: „CCR5-Uco-TALEN: A novel highly active TAL effector nuclease (TALEN) for the targeted knock-out of the HIV-co-receptor CCR5“

Preisträger: Dr. Philipp de Leuw vom HIVCENTER des Universitätsklinikums Frankfurt am Main
Ausgezeichnetes Projekt: Verlauf der HCV-Eradikation, HCC-Surveillance, von Laborparametern, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Leberfibrose/Leberzirrhose während und nach der Durchführung einer Therapie mit direkt antiviralen Substanzen (DAA) der chronischen HCV-Infektion bei Vorliegen einer HIV-Infektion. Untersuchung bei Patientinnen und Patienten der Frankfurter HIV-Kohorte


AAWS-Forschungspreis

Verliehen von: Sektion AAWS der DAIG e.V. (Übergeben von: Ulrike Sonnenberg-Schwan, Vorsitzende AAWS, Dr. Ulrike Haars, 2. Vorsitzende)

Für: Herausragende Arbeiten von Frauen zum Thema HIV/AIDS

Wann: 24. Juni 2015

Dotation: 2 Preise, dotiert mit je 1.000 Euro

Preisträgerinnen und ausgezeichnete Arbeiten:

Linn Mehnert, M.A., Fernuniversität Hagen „Beratungsbedarf, emotionale und psychische Gesundheit von Frauen mit HIV, Präsentation einer bundesweiten Fragebogenstudie, Der Effekt wahrgenommener Ähnlichkeit auf die Annahme von Beratungsangeboten für Frauen mit HIV“

Dr. Jennifer Neubert, Klinik für Kinder-Onkologie, – hämatologie und Klinische Immunologie, Universitätsklinikum Düsseldorf „Risk adapted transmission prophylaxis to prevent vertical HIV-1 transmission: Effectiveness and safety of an abbreviated regimen of postnatal oral Zidovudine“

 


Hector Forschungspreis

Verliehen von: Hector Stiftung, Weinheim

Für: Projekte aus der klinische Forschung/Versorgungsforschung, die nicht bereits durch die forschende pharmazeutische Industrie unterstützt werden. Im Bereich der Grundlagenforschung werden praeklinische Projekte zur Entwicklung von Impfstrategien ausgeschrieben mit dem Schwerpunkt multizentrischer Konzepte.

Wann: 27. Juni 2015

Dotation: 20.000 Euro

Preisträgerin: Dr. rer. nat. Marina Lusic, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), Standort Heidelberg

Ausgezeichnete Arbeit: „Nuclear architecture dictates HIV – 1 integration site selection“

Weitere Informationen: www.hector-stiftung.de


Posterpreise

Drei herausragende Posterpräsentationen wurden von der Jury, bestehend aus Ulrike Haars (Düsseldorf), Marylyn Addo (Hamburg) und Annette Haberl (Frankfurt) ausgezeichnet

Dotation: je 750 Euro

Preisträger:
Matthias Stoll, Hannover: „Unsere Gesichter – Unser Beitrag zur Normalität! Der Wandkalender 2015 von “PRO+ Netzwerk Positiv in Niedersachsen. Eine Selbsthilfe-Aktion gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV und AIDS.“

Gesa Erdbeer für den Beitrag „Intermittierende Virämien und Immunrekonstitution bei HIV-Patienten mit über 10-15 Jahren antiretroviraler Therapie – die Ausgangswerte bleiben bedeutsam“

Kristina Koch für das Poster „Exposure to IFN-α leads to generation of IL-10 producing type 1 regulatory cells“


Publikumspreis

Verliehen von: Die Initiatoren des HIV-Community-Preises haben gemeinsam mit der Jury 4 Projekte des diesjährigen Wettbewerbs als besonders herausragend und vorbildlich eingestuft. Die Teilnehmer des DÖAK 2015 stimmen ab, wer der Publikumspreisträger der diesjährigen Ausschreibung wird. Das Preisgeld wird je hälftig von der dagnä und Janssen gestiftet.

Für: Wegweisende Projekte des diesjährigen Wettbewerbs

Wann: 27. Juni, Abschlussveranstaltung DÖAK 2015

Dotation: 2.000 Euro

Preisträger: „AfroLebenVoice“ vom bundesweiten Netzwerk Afro-Leben plus

Laudatoren: Silke Klumb (DAH), ggf. Cr. Christoph Mayr (dagnä)

Weitere Information: www.hiv-migranten.de/content/afrolebenvoice-unsere-stimmen-gegen-diskriminierung